22 nov. 2013

Ulrich Brack von Okendo zum Vorsitzenden der internationalen Maklervereinigung Asivega gewählt.





Die Maklervereinigung Asivega aus Torrevieja hat einen neuen Vorsitzenden gewählt. Ulrich Brack, geboren 1971 bei Bad Kreuznach in der Pfalz, leitet die Vereinigung, der 20 Maklerunternehmen der Region angehören. Der studierte Wirtschaftsingenieur, seit 1997 in Torrevieja ansässig, ist verheiratet und hat einen Sohn. Fünf Jahre lang war er Vorsitzender des Deutschen Golf Club Costa Blanca. Mit der CBN sprach der Makler über das Immobiliengeschäft in Zeiten der Krise.

Glückwunsch zu Ihrer Wahl. In den letzten Jahren der Krise ist der Beruf des Maklers sicher nicht einfach gewesen...
Ulrich Brack: Herzlichen Dank! Ja, das stimmt. Das Geschäft hat sich nach dem Platzen der spanischen Immobilienblase sehr geändert. 80 Prozent aller Makler sind weg vom Fenster. Dafür hat sich die Maklertätigkeit sehr professionalisiert und ist transparenter geworden. Die Makler, die jetzt noch am Markt sind, sind gut. Das Ansehen eines Maklers war ja in der Vergangenheit nicht das beste.

Was zeichnet den Maklerverband Asivega aus?
Uns unterscheidet, dass wir Kontakte in alle europäischen Käufermärkte haben, sei es nach Deutschland, Skandinavien, England, Belgien oder Russland. Bei Asivega sind norwegische, belgische, englische und deutsche Firmen Mitglied. Die Frage beim Hausverkauf ist ja, wo kommt der Kunde her? Wir arbeiten nicht lokal begrenzt. In unserer Datenbank haben wir 600 Immobilien, alle unsere Makler greifen darauf zu. Wir wollen unseren Kunden mit dieser Vertriebsstruktur so schnell wie möglich einen Käufer präsentieren können.

Stichwort Provision. Wie handhaben Sie das Thema?
Wir nehmen fünf Prozent Provision plus Mehrwertsteuer, das ist klar und exklusiv mit den Hausverkäufern geregelt. Wenn ein anderer Makler unserer Vereinigung einen Käufer findet, als der, der die Immobilie angenommen hat, teilen wir hälftig.

Der Immobilienmarkt scheint sehr rigide geführt zu sein...
Ja, das ist ein Problem. Viele wollen verkaufen, aber ihre verbleibende Hypothek ist höher als der zu erzielende Verkaufspreis. Im internationalen Vergleich hinkt Spanien nach. Auch in England und den USA sind die Immobilienblasen geplatzt. Aber dort wurden sehr schnell Modelle wie das „Short Sale“ erfolgreich eingeführt. Wenn die Immobilie beispielsweise noch mit 80.000 Euro belastet ist, aber für 50.000 Euro einen Käufer findet, wird die Differenz erlassen. So bleiben die Banken nicht auf einer Masse an Immobilien sitzen.

Was sind Ihre Erfahrungen mit dem deutschen Markt?
Wir hatten zuletzt einen wahren Boom der Briten als Hauskäufer. Ich weiß nicht, was es ist, dass der deutsche Markt nicht stärker wird. Es ist ja kein Geheimnis, dass die Deutschen ein riesiges Sparvermögen haben. Ist es die vermeintliche wirtschaftliche Instabilität in Spanien, die deutsche Käufer abhält? Wohl kaum, es ist ja nicht so, dass Italien oder Kroatien ein besseres Image hätten. Und das hervorragende Wetter hier wird ja nicht durch die Wirtschaft beeinflusst. Schweden zum Beispiel, die ersten Käufer hier in der Region, sind längst wieder stark da.

Und die Preise für Immobilien sind zurzeit sehr gut...
Die Preise liegen 50 bis 60 Prozent unter denen vor sieben Jahren. Heute kostet ein Bungalow als Bestandsimmobilie ab 60.000 Euro, wohin will man da noch weiter runtergehen? Der große Preissturz ist vorbei, es mag sein, dass die Preise in den nächsten zwei Jahren noch zehn Prozent nachgeben, um dann zu stagnieren.

Was macht Ihnen Freude in Ihrer Tätigkeit als Makler?
Das Schöne ist, dass es zu 20 Prozent mit Häusern zu tun hat und zu 80 Prozent mit Leuten. Wer gut mit Menschen umgehen kann, für den ist das ein dankbarer Beruf.

Wie sehen Sie die Zukunft?
Mittel- und Nordeuropa stellt demografisch ein riesiges Kontingent an potenziellen Käufern mit großer Kaufkraft dar. Hoffentlich sind es als Nächstes mal wieder die Deutschen, die kommen.







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